Schulinterne Neuigkeiten / Unterwegs

Mit dem Zug gemeinsam in die Zukunft fahren

In Zeiten der Pandemie durfte man nicht reisen, so sind neben den Klassenfahrten auch zahlreiche Austauschfahrten unter anderem der Polenaustausch ausgefallen. Jetzt, nach dem langersehnten Warten, war es uns wieder möglich diesen stattfinden zu lassen.

Vom 16. Mai bis zum 20. Mai 2022 fuhren nun also zwölf deutsche SchülerInnen gemeinsam mit Herrn Ulferts und Frau Becker zu unserer Partnerschule nach Wrzesnia, mit der das Geschwister-Scholl-Gymnasium seit 19 Jahren zusammenarbeiten und junge Menschen zusammenbringt.

Unser Projekt „Wir fahren mit einem Zug in die gemeinsame Zukunft“ haben wir den Austausch gestartet, indem wir mit dem Zug zu unserem Ziel gefahren sind. Das Projekt beinhaltete eine kurze Reflektion von jedem Tag. Diese wurde von jedem auf einen Zettel geschrieben und in die jeweilige ‚Station‘ gelegt. Am letzten Tag wurden alle Zettel vorgelesen und man konnte mit einer überwiegend positiven Rückmeldung von Polen und von Deutschen zufriedenstellende Ergebnisse gewinnen.

Einige unserer SchülerInnen waren nach der Ankunft im Internat der ZSTiO Wrzesnia untergebracht, die anderen wurden abends zu Hause in den Familien ihrer Austauschpartner aufgenommen. Viele haben sich gewundert, dass man sich in den doch fremden Familien sehr schnell wohl und wie zu Hause gefühlt hat. Sowas freut einen natürlich immer, zu hören, aber umso mehr freute es uns, dass die meisten dieses Glück hatten.

Das Programm war sehr vielfältig und interessant gestaltet. Am Dienstag haben wir uns noch besser kennengelernt, indem wir verschiedene Spiele gespielt haben, wie beispielsweise ‚2 Truths, 1 Lie‘ (also 2 Wahrheiten und eine Lüge), wo jeder drei Aussagen über sich aufgeschrieben hat, von der eine falsch war. Gemeinsam mit den polnischen AustauschschülerInnen haben wir am Nachmittag und Abend Pizza gebacken und waren zum Bowling.

Ein besonderes Erlebnis für alle war der Tagesausflug am Mittwoch in die polnische Stadt Breslau. Der Besuch im Panorama, in dem ein riesiges, den Raum ausfüllendes Gemälde ausgestellt ist, welches einen Teil der Geschichte des Kriegs Polens gegen die Sowjetunion erzählt, das Nationalmuseum, der Sky Tower, ein 212m hohes Gebäude mit einer tollen Aussicht sowie eine Führung durch die Altstadt am Nachmittag waren Ereignisse, an denen sich alle erfreuen konnten.

Das Geheimnis des leckeren Teigs des Hotels: 24 Stunden ruhen lassen. Foto: Nicole Käfer
Bei unserer Arbeit am Projekt. Foto: Marianne Becker
Jede Station hat eine oder zwei Fragen, die wir beantworten mussten. Diese haben wir auf einen Zettel geschrieben, an die jeweilige Station gesteckt und am letzten Tag aufgemacht und gelesen. Foto: Nicole Käfer
Wir müssten erraten, welche der auf den Zetteln stehende Aussage eine Lüge war. Foto: Marianne Becker
Foto: Marianne Becker

Der 212m hohe Sky Tower Foto: Nicole Käfer
Foto: Nicole Käfer
Über 300 solcher Zwergstatuen gibt es in Breslau in ganz unterschiedlichen Formen. Sie sind immer angepasst an ihre Umgebung, so wie dieser musikalische Zwerg in der Altstadt Breslaus. Foto: Nicole Käfer

Am Donnerstag haben wir die Arbeit am Projekt fortgesetzt und ein Journalist begleitete unsere Arbeit, um für den lokalen Rundfunk und die Zeitung über dem Austausch zu berichten.

Später haben wir den Nachmittag genutzt, um Wrzesnias genauer zu erkunden. Wir haben das städtische Museum besucht und ein Eis gegessen. Anschließend haben wir mit unseren AustauschschülerInnen und ihren Familien den Abend gemütlich ausklingen lassen. Einige haben mit einer Gruppe gegrillt, andere waren an einem See, wieder andere haben den Tag ruhiger ausklingen lassen.

Foto: Nicole Käfer
Im Museum, das damals eine Schule war, in einem nachgestellten Klassenzimmer. Wir sitzen an den dortigen Schulbänken, die teilweise noch Schreibtafeln hatten. Foto: Marianne Becker
Foto: Marianne Becker
Ein Gruppenbild mit allen SchülerInnen bei unserem Abschied am 20.05.22 Foto: Marianne Becker

Der Abschied am Freitag fiel allen sehr schwer. Eine große Feedbackrunde am Morgen schloss die Projektarbeit und die Woche in Wrezsnia ab und dann hieß es Abschied nehmen. Uns stand die ungefähr sieben stündige Zugfahrt zurück nach Hause bevor.

Aufgrund des starken Unwetters und der Stürme, die zu der Zeit in Deutschland wüteten, vermissten wir das sonnige und warme Wetter Polens.

Die Pandemie und Maskenpflicht gibt es dort übrigens auch schon lange nicht mehr und wirkte eher wie ein böser Traum.

Trotz des Abschieds freuen wir uns schon sehr auf das nächste Jahr, in dem wir hoffentlich die polnischen AustauschschülerInnen bei uns in Garbsen empfangen dürfen.

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